Ich freue mich sehr, bekannt geben zu dürfen, dass ich mit meinen Werken Teil von „Reclaiming the Space of Worship – An Artistic Manifesto“ bin, einem ausgewählten Projekt der Manifesta 16+.
Die Manifesta zählt zu den renommiertesten europäischen Plattformen für zeitgenössische Kunst und bringt Künstlerinnen und Künstler zusammen, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen. Dass unser Projekt für die Manifesta 16+ ausgewählt wurde, ist eine besondere Auszeichnung und bietet die Möglichkeit, wichtige Perspektiven einem internationalen Publikum zugänglich zu machen.
Besonders bewegt mich, dass ich als einzige Sinteza gemeinsam mit drei weiteren Romnja-Künstlerinnen Teil dieser Ausstellung sein darf. In einer Zeit, in der die Geschichten, Erfahrungen und kulturellen Beiträge von Sinti und Roma noch immer viel zu selten sichtbar sind, ist diese Präsenz von großer Bedeutung. Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem Erinnerung, Identität, Zugehörigkeit und kulturelles Erbe aus unserer eigenen Perspektive erzählt werden.
In meiner künstlerischen Arbeit setze ich mich mit den Spuren von Geschichte auseinander – mit Schmerz, Ausgrenzung und Verlust, aber auch mit Würde, Resilienz und der Kraft, die aus Gemeinschaft entsteht. Meine Werke laden dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen, die oft übersehen werden.
Die Ausstellung findet vom 29. August bis 27. September 2026 in der ehemaligen Kirche Heilige Familie in Dortmund statt. Während dieser gesamten Zeit werden meine Arbeiten vor Ort zu sehen sein.
Vom 21. bis 27. September 2026 werde ich den Ausstellungsraum persönlich aktivieren und selbst vor Ort sein. Mir ist es wichtig, mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen, Einblicke in meine Arbeit zu geben und gemeinsam über die Themen nachzudenken, die meine Kunst prägen.
Ein besonderer Höhepunkt wird die große Abschlussveranstaltung am 26. September 2026 sein. An diesem Tag stehen Begegnung, Austausch und die gemeinsame Reflexion über die Bedeutung von Erinnerung, Identität und kultureller Sichtbarkeit im Mittelpunkt.
Für mich ist diese Ausstellung weit mehr als eine künstlerische Präsentation. Sie ist eine Möglichkeit, Stimmen hörbar zu machen, Geschichten sichtbar werden zu lassen und einen Beitrag zu einem offenen, respektvollen gesellschaftlichen Dialog zu leisten.
Infos zur Abschlussveranstaltung folgen!